Industrie 4.0 – wie sichern wir die arbeitsplätze ?

Dienstag, den 10. November 2020, 18:30 Uhr
Mit den Referent*innen:
- Rico Irmischer, Geschäftsführer der IG Metall Regensburg
- Herbert Bruecklmeier, Betriebsratsvorsitzender von Continental Regensburg
- Susanne Ferschl, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der LINKEN. im Bundestag
Moderation: Eva-Maria Schreiber, MdB
Mit den Referent*innen möchte Eva-Maria Schreiber darüber diskutieren, wie sich Wirtschaft und Arbeitswelt im Zuge von Digitalisierung und Klimawandel verändern und welche besonderen Herausforderungen sich damit auch für die Beschäftigten und deren Vertretungen stellen.

Umwälzungen und strukturelle Brüche sind zu erwarten beziehungsweise sogar schon eingetreten, die die Produktionsprozesse, Produkte, Dienstleistungen und mit ihnen die Arbeit und Arbeitsplätze in vielen Branchen in großem Maßstab verändern. Das sehen wir zum Beispiel bei Continental, die viele Tausend Beschäftigte entlassen wollen.

Kernfragen der Diskussion werden deshalb sein:

Wie kann man Beschäftigung sichern?

Wirtschaftliches Wachstum und Klimaschutz - geht das?

Wie erhält man Unternehmensstandorte und Arbeitsplätze in Deutschland?

Welche Möglichkeiten einer tariflichen und gesetzlichen Regulierung gibt es?

Bitte meldet Euch für die Veranstaltung unter eva-maria.schreiber.ma06@bundestag.de an - der Zugangscode zur Veranstaltung wird dann per E-Mail an euch verschickt.

Klimastreiktag 25.9. – LINKE und Solid waren dabei

Klima und Militarisierung –  ein Beitrag zum Klimastreiktag

oder Warum Klima-und Friedensbewegung gemeinsam für eine bessere Zukunft streiten sollten

Liebe Freunde, für viele bildet sie eher eine Randnotiz in der Klimadebatte, dabei sind sie schädlicher als manche ahnen: die Emissionen des Militärs.

Aufrüstung und Kriegspolitik sind eine Bedrohung für Mensch, Umwelt und Klima.  Besonders stark schlägt hier das US-Militär zu Buche. Der US-Kongress stellte fest, dass das US-Militär der größte Einzelkonsument von Erdölprodukten in den USA und damit auch weltweit ist. Das Pentagon braucht 350.000 Barrel Öl am Tag. Die Treibhausemissionen des Pentagon sind mit 69 Millionen Tonnen höher als die von Schweden.

Bei den weltweiten Vereinbarungen von Kyoto und Paris zur Begrenzung des CO2-Ausstosses wird seit mehr als 20 Jahren das Militär durch den Druck der USA, der NATO und Russlands von den anderweitig vereinbarten Berichtspflichten durch den CO2-Ausstoß zwecks Einbindung in Reduktionsziele freigestellt. Das Militär hat dadurch einen CO2-Freifahrschein. Wir finden das ist skandalös und muss dringend revidiert werden.

Was wir auch Wissen ist, das die Bundeswehr jährlich 1,7 Millionen Tonnen CO2 verbraucht. So verbraucht beispielsweise eine Tornadoflugstunde zwischen 2250 und 7500 Liter Kerosin. Durch die Auslandseinsätze steigern sich die Energiekosten auf 100 Millionen Euro pro Jahr. Doch das Militär produziert nicht nur Treibhausgase, auch Atomwaffen verseuchen die Umwelt und bedrohen Mensch, Tier und Umwelt.

Neben den direkten Belastungen für Umwelt und Klima durch das Militär entziehen die hohen Rüstungsausgaben viel Geld für Investitionen in den Umweltschutz, in Umweltsanierung und in die Energiewende. Ohne Abrüstung wird es auch kein internationales Klima der Kooperation geben, dass die Voraussetzung für eine globale Wende in Sachen Klimaschutz ist. Die deutschen Militärausgaben wurden für 2019 auf offiziell fast 50 Mrd. Euro stark erhöht und sie sollen auf 85 Milliarden gesteigert werden um das Zweiprozentziel zu erreichen, das die NATO fordert. In erneuerbare Energien wurden 2017 hingegen nur 16 Mrd. Euro investiert. Und weltweit klafft diese Schere noch weiter auseinander. Um das Weltklima und damit die Menschheit zu retten und auch um Armut und Hunger zu beseitigen muss hier eine deutliche Wende erfolgen.

Wir sagen: ja es muss schleunigst eine Änderung zugunsten der Klimaziele geschehen, wir sagen aber auch: wir brauchen dazu weniger Mittel fürs Militär, eine Rüstungskonversion sowie weniger Rüstungsexporte. Dafür gilt es zu streiten.

So findet just auch in dieser Woche unter dem Motto: Frieden beginnt hier – Rüstungsexportkontrollgesetz jetzt eine Aktionswoche der Initiative Aktion Aufschrei von Pax Christi statt an der ihr Euch unter aufschrei-waffenhandel.de beteiligen solltet und könnt.

Ferner gibt es auch in Regensburg Möglichkeiten aktiv zu werden. Das Regensburger Friedensnetzwerk gibt es bereits seit einigen Jahren und besteht aus verschiedenen Organisationen – auch  der Linken –  die sich zum Ziel gesetzt haben für Frieden und Abrüstung, gegen Kriegseinsätze und Waffenexporte zu streiten. Jährlich nimmt es am traditionellen Antikriegstag am 1. September teil oder veranstaltet selber Informationsveranstaltungen oder Infostände.  Es wäre sinnvoll wenn Friedens- und Klimabewegung gemeinsam für eine große Transformation oder Rüstungskonversion kämpfen würden. Dem Klima und dem Frieden zuliebe. Solltet ihr Interesse an Kontakt, Austausch oder gar Mitarbeit beim Friedensnetzwerk haben meldet Euch bitte. Im Internet unter friedensnetzwerk-regensburg.de

Unsere weiteren Positionen und Forderungen zum Klimaschutz …

https://www.die-linke.de/themen/klima-energie/

Leave no one behind

Online bequem dabei sein bei dieser Webveranstaltung

Plakate mit der Aufschrift „LEAVE NO ONE BEHIND“ prangen seit Beginn der Corona-Krise vielerorts in großen Lettern an Brücken, Balkonen und auf Hauswänden. Gemeint ist dabei der Aufruf von Seenotretter*innen, Geflüchtete aus den überfüllten Lagern im Mittelmeerraum aufzunehmen. Doch der Aufruf muss viel umfassender gedacht werden. „LEAVE NO ONE BEHIND“ – „Niemanden Zurücklassen“ – ist das Leitprinzip der 2015 verabschiedeten Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) mit ihren 17 Entwicklungszielen der Vereinten Nationen ist. Nahezu alle Regierungschefs der Erde haben sich verpflichtet, ihre Wirtschafts- und Sozialpolitik daran auszurichten, die Schwächsten der Schwachen in den Mittelpunkt zu stellen und insbesondere diejenigen zuerst zu erreichen, die aktuell noch am weitesten hinten liegen.

Tatsächlich hat die Bundesregierung in den letzten Jahren reichlich wenig unternommen, um die Schere zwischen Arm und Reich zu verringern. Die Covid-19-Pandemie verschärft die schwierige Situation marginalisierter Gruppen aber nicht nur, sondern sie trifft die Ärmsten viel stärker als ökonomisch besser gestellte Bevölkerungsgruppen.

Was hat die Bundesregierung mit ihrer Entwicklungszusammenarbeit bereits getan, um den Anstieg der Armut und der Ungleichheit global zu stoppen?

Welcher Kurswechsel wäre nötig, damit die Corona-Krise als Weckruf für eine Politikwende hin zu einer Ausrichtung an den Bedürfnissen der ärmsten Menschen weltweit genutzt wird? Leave no one behind weiterlesen

Solidaritätsschreiben an die Mitarbeiter bei Continental

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

wir sind entsetzt über die Nachricht, dass Euer Arbeitgeber Continental in ganz Deutschland 13.000 Arbeitsplätze abbauen will, davon 2.100 bei Euch in Regensburg. Die Corona Pandemie stellt viele Unternehmen vor neuen Herausforderungen, die Lösung kann aber nicht sein, Euch auf die Straße zu setzen und damit Euch und Euren Familien die Existenzgrundlage zu entziehen. Diese Maßnahme ist nichts anderes als Gewinnmaximierung auf dem Rücken der Beschäftigten und ihrer Familien. Continental will ab 2023 eine Milliarde Euro einsparen um noch mehr Gewinn zu erzielen und Ihr sollt dafür bezahlen. Mit Eurer Hände Arbeit ist der Gewinn erarbeitet worden – diese kurzfristige Entscheidung ist ein Schlag ins Gesicht für alle Kolleginnen und Kollegen.

Eva-Maria Schreiber, die regionalzuständige Abgeordnete, der Kreisverband Regensburg und ich sichern Euch unsere volle Solidarität und Unterstützung zu. Als ehemalige Betriebsrätin und langjährige Gewerkschafterin weiß ich, dass Ihr als Beschäftigte etwas bewegen könnt, wenn Ihr zusammen steht. Mit der IG Metall habt Ihr eine starke Gewerkschaft an Eurer Seite.

Wir wünschen Euch viel Kraft und Durchhaltevermögen. Bitte meldet Euch jederzeit, damit wir Euch unterstützen können.

Susanne Ferschl, MdB

Eva-Maria Schreiber, MdB

Bernhard Ostermeier, KV Regensburg

Antikriegstag 2020

Wie jedes Jahr erinnern vor allem Friedensinitiativen, linke Parteien, Kirchen und Gewerkschaften an den Beginn des ersten Weltkriegs. Am 1.9. 1939 überfiel die deutsche Wehrmacht Polen und begann damit den schrecklichen 2. Weltkrieg mit seinen verheerenden Folgen. Auch heute noch heißt es daran erinnern was Kriege anrichten, vor allem aber auch wie sie entstehen und wer davon profitiert. Erfreulicherweise ist in diesem Jahr auch der DGB – der deutsche Gewerkschaftsbund – mit einem Appell an die Öffentlichkeit dabei und rief zu zahlreichen Aktionen auf. In Regensburg war die Initiative Gewerkschaft gegen Krieg in Kooperation mit dem Regensburger Friedensnetzwerk wieder wie auch in den letzten Jahren aktiv und lud um 18 Uhr zum Regensburger Neupfarrplatz ein. Auch DIE LINKE vor Ort ist Mitglied im Regensburger Friedensnetzwerk und war auch heuer wieder dabei.

Forderungen des Bündnisses lauten:

  • Respektierung von Grundgesetz und Völkerrecht!
  • Stopp aller Auslandseinsätze der Bundeswehr! Keine
    Beteiligung der Bundeswehr am sogenannten „Krieg
    gegen den Terror“ in Afghanistan, Syrien, Irak, Mali und
    anderswo!
  • Keine Kollaboration mit Regimes, die den „IS“ fördern, insbesondere der Türkei!
  • Stopp aller Rüstungsexporte!

Es sprachen Jack Pritscher (IG Metall), Gotthold Streitberger (BI Asyl) und Monika Brandl (Verdi). Es singt die Songgruppe Regensburg

Linke goes Landkreis

Am 24.9. wird es vorraussichtlich im Landkreis Regensburg einen neuen Ortsverband geben. Es soll diesmal aber kein üblicher auf eine Gemeinde bezogener werden, sondern sich auf alle Gemeinden im Landkreis Regensburg beziehen und ausdehnen. Sollten Sie Interesse an einer Mitarbeit daran haben, melden Sie sich doch bei uns und starten mit in den Landkreis. LINKE goes Landkreis.

Mit dem Einzug in den Kreistag bei den vergangenen Kommunalwahlen wird sich bei dem neuen Ortsverband besonders unser neuer Kreis-und Gemeinderat Klaus Nebl engagieren.  Weiteres folgt in Kürze.

Kontakt: klaus.nebl@outlook.com

Veranstaltungshinweis von MdB Eva-M. Schreiber: Onlinediskussion – Das Lieferkettengesetz – die Rettung für Mensch und Umwelt?

mit:

– Barbara J. Th. Schmidt, Leiterin Misereor Bayern

– Dr. Alexander Fonari, Vorstand im Eine Welt Netzwerk Bayern e.V.

– Antje von Dewitz, Geschäftsführerin von VAUDE

– Eva-Maria Schreiber, MdB, DIE LINKE

Zahlreiche NGOs, Weltläden, sogar Unternehmen und auch DIE LINKE fordern die Verabschiedung eines Lieferkettengesetzes, sowohl in Deutschland als auch in der EU. Ein solches Gesetz würde gleiche Wettbewerbsbedingungen schaffen und die Durchsetzung von Menschenrechten und Umweltstandards in den Lieferketten erleichtern.

Mit unseren Gästen wollen wir über folgende Fragen diskutieren:

Wie soll dieses Lieferkettengesetz aussehen?
Warum ist es ein Lieferkettengesetz so wichtig?
Wie weit sind wir schon und wo liegen die politischen Hürden?

Link zur Veranstaltung: https://videokonferenz.die-linke.de/b/chr-3m9-rfn