Aufruf zum Antikriegstag!

Zum Antikriegstag erklärt Anna-Lena Schnaudt, Kreisvorsitzende der LINKEN.Regensburg:

Am 1. September 1939 begann mit dem Überfall Nazi-Deutschlands auf Polen der 2. Weltkrieg, der die ganze Welt mit Gewalt und Schrecken überzog.

60 Millionen Tote und die Ermordung von Millionen von Menschen in den Vernichtungslagern waren das Ergebnis des Grauens. Vor allem deshalb ist der 1. September heute ein zentraler Tag des Mahnens und Erinnerns.

Kriege, damals wie heute, kommen nicht über uns, sondern Kriege werden gemacht. Gewalt geht von Menschen aus und trifft Menschen. Sie werden getötet, verwundet und vertrieben, allzu oft mit Waffen, die bei uns in Bayern hergestellt werden. In Zusammenarbeit mit Friedensinitiativen und Gewerkschaften rufen wir zum Umdenken auf. Wir fordern die Umstellung der Waffenproduktion auf zivile Güter.

Vor allem der Export von Waffen führt immer wieder zu Konflikten und neuen Kriegen. Ukraine, Syrien, Jemen oder Libyen sind aktuelle Beispiele. Die Heimat und die Lebensgrundlagen vieler Millionen Menschen werden dadurch zerstört. Dies zwingt die Menschen zur Flucht. Sie suchen bei uns, wie in anderen westlichen Ländern, Zuflucht und Hilfe.

Doch Europa schottet sich ab. Europa versucht durch Grenzzäune, Mauern und die „Flüchtlingsabwehr-Armee“ Frontex diese Flüchtenden fernzuhalten. Die Menschen, die es trotz aller Gefahren und Schikanen zu uns schaffen und Asyl beantragen, müssen zum Teil entwürdigende Prozeduren in überfüllten Unterkünften über sich ergehen lassen. Die Angriffe des Rechten Mobs auf Flüchtlingsunterkünfte nehmen erschreckende Ausmaße an.

DIE LINKE.Regensburg setzt sich für eine menschenwürdige Unterbringung geflüchteter Menschen in Regensburg und überall in Europa ein. Den Neonazis, die gegen Refugees hetzen und Unterkünfte von AsylbewerberInnen anzünden, die massiv Stimmung gegen diese Menschen machen, denen treten wir energisch entgegen.

Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus! Diese Losung ist heute so aktuell wie eh und je. Wir rufen deshalb zur morgigen Kundgebung der Gewerkschaft gegen Krieg auf, die um 18.00 Uhr am Neupfarrplatz beginnt.