23. April – Antifaschistischer Gedenktag in Regensburg – Beginn 11.00 Uhr/ Stadtamhof

Im Augenblick findet in ganz Europa ein Rechtsruck statt. Auc hier in Deutschland konnte die AfD – zum Teil mit zweistelligen Ergebnissen – in inzwischen acht Landtage einziehen. Das sind acht Landtage zu viel.

Wir finden, dass dem etwas entgegengesetzt werden muss. Daher hoffen wir auf eine rege Teinahme am antifaschistischen Gedenktag in Regensburg, der ja inzwischen auch von vielen anderen Gruppen wahrgenommen wird. Wir halten das für einen richtigen Schritt, denn nur gemeinsam können wir den neu erstarkten nationalistischen und faschistischen Kräften etwas entgegensetzen: Kein Fuß breit dem Faschismus!

Aus dem Programm:

Station 1: Colosseum

Vor 70 Jahren, in der Nacht vom 22. auf den 23. April 1945, begann für die Überlebenden des „Colosseum“, Außenlager des KZ Flossenbürg, der letzte Marsch. 400 Gefangene traten den Todesmarsch über die Steinerne Brücke an. Nur wenige erlebten ihre Befreiung sieben Tage später, am 1. Mai bei Laufen an der Salzach.

Oberbürgermeister Joachim Wolbergs eröffnet den Gedenkweg 2016. Die Station wird von der Arbeitsgemeinschaft ehem. KZ Flossenbürg e.V. gestaltet.

Station 2: Dom Westportal

Gedenken für Domprediger Dr. Johann Maier, Michael Lottner, Josef Zirkl, Johann Igl und alle Opfer der Rechten Gewalt.

Die Station wird von der katholischen und der evangelisch-lutherischen Kirche gestaltet.

Station 3: Neupfarrplatzgruppe

Wir gedenken der „Neupfarrplatzgruppe“: Josef Bollwein, Postfacharbeiter; Johann Eibl, Vorarbeiter; Josef Haas, Invalide; Franz Herzog, Arbeiter; Johann Kellner, Arbeiter; Max Massinger, Gastwirt; Johann Schindler, Kasseninspektor; Georg Zaubzer, städt. Arbeiter. Sie wurden ermordet, weil sie sich gegen den Krieg und für die Beseitigung des NS-Regime äußerten.

Die Station wird vom Deutschen Gewerkschaftsbund gestaltet.

Station 4: Jüdische Gemeinde

Wir gedenken der 400 Regensburger Jüdinnen und Juden, sie wurden enteignet, beraubt und verschleppt. An die 250 wurden ermordet. Im April 1942 fand die erste, im April 1945 die letzte Deportation statt. Die Synagoge wurde1938 zerstört.

Die Station wird von SJD – Die Falken im Einverständnis mit der Jüdischen Gemeinde Regensburg gestaltet.

Station 5: Gedenktafel für Wolfgang Waller Minoritenweg 9

Wolfgang Waller, Häftling mit dem lila Winkel der Zeugen Jehovas, starb als christlicher Märtyrer am 6. Juli 1940 im KZ Mauthausen. Drei aktive Gruppen der Ernsten Bibelforscher leisteten in Regensburg Widerstand gegen das NS-Regime und verweigerten den Kriegsdienst.

Die Station wird von Jehovas Zeugen gestaltet.

Station 6: Dachauplatz

In Erinnerung an die Frauendemonstration für die kampflose Übergabe der Stadt gedenken wir der Opfer des 23. April 1945: Dr. Johann Maier, Domprediger (39); Josef Zirkl, Lagerarbeiter (70); Michael Lottner, Hauptwachtmeister a.D. (46) und aller Opfer des Faschismus.

Die Station wird von Pax Christi und der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – BdA gestaltet. Schlusswort: Oberbürgermeister Joachim Wolbergs. Lied „Die Moorsoldaten“