Irmgard Freihoffer ist Direktkandidatin der LINKEN für die Bundestagswahl 2017

Die Mitglieder des Kreisverbandes der LINKEN Regensburg wählten Stadträtin Irmgard Freihoffer mit großer Mehrheit zur Direktkandidatin für die Bundestagswahl. Freihoffer ist Lehrerin und seit 2008 für die LINKE im Stadtrat politisch aktiv. „Wir freuen uns, mit Irmgard Freihoffer eine sehr engagierte und versierte Kommunalpolitikerin als Direktkandidatin aufgestellt zu haben,“ begrüßt Kreisverbandsvorsitzende Anna-Lena Schnaudt ihre Wahl. „Sie ist eine politisch erfahrene Kandidatin, die dem neoliberalen Mainstream entgegentritt und den Finger in die Wunde legt.“

Die Gewerkschafterin, die auch Vorsitzende der GEW Oberpfalz und Mitglied des Kreisvorstandes des DGB Regensburg ist, betonte in ihrer Vorstellung bei der Aufstellungsversammlung die Wichtigkeit einer gerecht entlohnten Arbeit. In einer hoch arbeitsteiligen Gesellschaft müsse die tatsächlich geleistete Arbeitszeit bei der Bemessung der Löhne eine viel größere Rolle spielen als bisher. „Das Bruttoinlandsprodukt wird von allen arbeitenden Menschen erwirtschaftet, deswegen darf die zunehmende Spreizung bei den Gehältern nicht weiter zunehmen, sondern muss im Gegenteil zurückgefahren werden. Zudem gelte es, die Armutsrenten auf ein Mindestniveau anzuheben. “Renten von 600 € sind nicht hinnehmbar. Wenn, bildlich gesprochen, der Kuchen, der von einer Volkswirtschaft erwirtschaftet wird, größer wird und die Produktivität der Beschäftigten durch immer weitere Industrialisierung im Schnitt jedes Jahr wächst, brauchen wir keinen Renteneintritt mit 67 oder gar noch später.“

Darüber hinaus ging Freihoffer auf faire Handelsbeziehungen ein. Die hohen Exportüberschüsse Deutschlands gegenüber Ländern in der EU und vielen Entwicklungsländern führten zu deren Verschuldung und drückten die Volkswirtschaften der betroffenen Länder an die Wand. „Die Beseitigung von Fluchtursachen und die Friedenspolitik müssen dringend auch da ansetze. Der Waffenexport in Krisenländer wie z. B. Saudi-Arabien und Katar, die den IS unterstützen, muss sofort gestoppt werden.“

Freihoffer unterstrich insbesondere die Bedeutung einer ökologischen und nachhaltigen Politik. „Wir dürfen nicht von Tagesordnungspunkt zu Tagesordnungspunkt hetzen, sondern müssen die langfristigen und globalen Auswirkungen von Politik immer im Auge zu behalten. Deswegen muss z. B. auch die Verkehrspolitik endlich in die Energiewende mit einbezogen werden. Der Wahn, Staus durch Straßenausbau zu begegnen, ist leider immer noch vorherrschend, wie der kürzlich verabschiedete Bundesverkehrswegeplan zeigt. So wird nur noch mehr motorisierter Individualverkehr und Güterverkehr auf Straßen erzeugt. Wir müssen stattdessen der Förderung des öffentlichen Verkehrs Vorrang einräumen und Güterverkehr auf die Schiene verlegen.“

Mit Bezug auf die derzeitige Regensburger Spendenaffäre fügte sie an: „Wer meint, die Politik kann allein dadurch gerettet werden, indem man das Fehlverhalten der betroffenen Kommunalpolitiker geißelt und Personen auswechselt, verkennt die Reichweite des Ganzen. Wer den Einfluss der großen Firmen auf die Politik ernsthaft begrenzen will, muss sich u. a. konsequent für ein Ende der Parteienfinanzierung durch Firmenspenden einsetzen.“

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