MdB Klaus Ernst, DIE LINKE Prekäre Arbeit und ihre Folgen

MdB Klaus Ernst und Autor und Gewerkschafter Stefan Dietl zu Gast bei der LINKEN Regensburg

Prekäre Beschäftigung

Am 3.Oktober lud der Kreisverband der Linkspartei zwei sehr versierte Referenten zu einem überaus wichtigen Thema ein: die prekäre Beschäftigung. Um was geht es hierbei ?  Die Prekarität bedeutet hohe Profitsicherheit für den Arbeitgeber, für die Betroffenen aber häufig niedrige Löhne, geringe soziale Absicherung und ständige Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes.
Ein sicheres Auskommen ist hierbei also kaum zu verwirklichen. Ein Thema das also viele vor allem geringfügig Beschäftigte interessieren dürfte. Fast 40 Prozent der Beschäftigten in Deutschland arbeiten immerhin inzwischen in prekären Arbeitsverhältnissen, also unter Leiharbeit, Werkverträgen, in Minijobs oder in befristeten Arbeitsverhältnissen.

Der Regensburger Gewerkschafter Stefan Dietl begann mit einem Einblick in die aktuelle Arbeitswelt. Im Fokus standen dabei neue Formen der Prekarität wie die Arbeit auf Abruf, prekäre Beschäftigungsformen im digitalen Zeitalter, Leih- und Zeitarbeit sowie die Ausweitung prekärer Beschäftigungsverhältnisse auf immer mehr/weitere Arbeitsbereiche. Er veröffentlichte im August 2018 auch ein Buch zu dem Komplex unter dem Titel Prekäre Arbeitswelten. Von digitalen Tagelöhnern bis zur Generation Praktikum und las bei der Veranstaltung aus diesem. Interessant zu erfahren in welche Dienstleistungsbereiche und mit welcher Geschwindigkeit die Prekarität fortschreitet.

Der Hauptreferent des Abends folgte im Anschluß und war für die meisten kein Unbekannter. Klaus Ernst war Gründungsmitglied der Partei und sitzt als stellvertretender Bundestagsfraktionsvorsitzender für DIE LINKE im Reichstag. Er ist damit seit dem vergangenen Jahr einer von insgesamt sieben Bundestagsabgeordneten aus Bayern. Ernst besticht durch die jahrzehntelange Erfahrung in Betrieb, Gewerkschaft und Arbeitsrecht. Er ist leidenschaftlich und engagiert auf der Seite der Beschäftigten, der Arbeitnehmer und geiselt dabei Unrecht und Ausbeutung. Unerträglich nennt er daher die Ausweitung des Niedriglohnsektors im Lande auf 23 %. Sie sei der höchste in ganz Europa. Besonders liegt ihm auch die Situation der Rentnerinnen und Rentner am Herzen. Seit die Schröder-Fischer-Regierung die Agenda 2010 einführte hat sich deren Situation einschneidend verschlechtert. Die Renten sanken im Durchschnitt von 53 auf 48 Prozent. Die Quote der Armutsrenten steigt jährlich, da sich viele auch die Beiträge für die geforderten Zusatzrenten nicht leisten können. Wie auch bei dem zunehmenden Niedriglohnsektor. Als ein erster wichtiger und gerechter Schritt benennt er die Forderung nach Einbeziehung aller Beschäftigter in den Rententopf. Vom Arbeitnehmer bis zum Spitzenmanager. Dadurch würde sich die Rentenhöhe wieder nach oben bewegen und es würde wieder ein Stück weit gerechter im Land.

Gegen Ende bezog auch Stadtrat und Landtagsdirektkandidat Richard Spieß nochmal Stellung mit einem Beispiel aus der Stadt Regensburg. Die Linksfraktion brachte im Stadtrat einen Antrag auf unbefristete Anstellung von sieben Busfahrern ein die von den anderen Stadträten abgelehnt wurde. Sie waren nur für die Befristung. Dies in einer Situation in der viele Menschen unter prekären Bedingungen leben und Sicherheit brauchen um Perspektiven für ihr Dasein zu schaffen. Klar ist auch, das die Stadt Regensburg gute und ausreichend Busfahrer benötigt, siehe letzten Winter. Damit ist vorerst alles gesagt. Bis auf die Auseinandersetzung um den Widerstand gegen diese Verhältnisse. Hoffen wir das die Arbeiter, Junge und Alte ihre Lage erkennen und sich gegen diese Politik stärker zu wehren beginnen.

Hoffen wir das die Arbeiter, Junge und Alte ihre Lage erkennen und sich gegen diese Politik stärker zu wehren beginnen.  DIE LINKE ist aktiv dabei wenn es für Umverteilung,  Frieden und gegen Ausbeutung geht.

DIE LINKE – Die Partei der sozialen Gerechtigkeit