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Leave no one behind

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Plakate mit der Aufschrift „LEAVE NO ONE BEHIND“ prangen seit Beginn der Corona-Krise vielerorts in großen Lettern an Brücken, Balkonen und auf Hauswänden. Gemeint ist dabei der Aufruf von Seenotretter*innen, Geflüchtete aus den überfüllten Lagern im Mittelmeerraum aufzunehmen. Doch der Aufruf muss viel umfassender gedacht werden. „LEAVE NO ONE BEHIND“ – „Niemanden Zurücklassen“ – ist das Leitprinzip der 2015 verabschiedeten Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) mit ihren 17 Entwicklungszielen der Vereinten Nationen ist. Nahezu alle Regierungschefs der Erde haben sich verpflichtet, ihre Wirtschafts- und Sozialpolitik daran auszurichten, die Schwächsten der Schwachen in den Mittelpunkt zu stellen und insbesondere diejenigen zuerst zu erreichen, die aktuell noch am weitesten hinten liegen.

Tatsächlich hat die Bundesregierung in den letzten Jahren reichlich wenig unternommen, um die Schere zwischen Arm und Reich zu verringern. Die Covid-19-Pandemie verschärft die schwierige Situation marginalisierter Gruppen aber nicht nur, sondern sie trifft die Ärmsten viel stärker als ökonomisch besser gestellte Bevölkerungsgruppen.

Was hat die Bundesregierung mit ihrer Entwicklungszusammenarbeit bereits getan, um den Anstieg der Armut und der Ungleichheit global zu stoppen?

Welcher Kurswechsel wäre nötig, damit die Corona-Krise als Weckruf für eine Politikwende hin zu einer Ausrichtung an den Bedürfnissen der ärmsten Menschen weltweit genutzt wird? Leave no one behind weiterlesen