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Kultur für alle und ein soziales RKK!

Die Stadt geht kommende Woche mit der Bürgerbeteiligung für das Regensburger Kultur- und Kongresszentrum (RKK) an die Öffentlichkeit.

Als Linksjugend sehen wir den Zugang zu Kultur als eine der wichtigsten sozialen Fragen an. Dabei treten wir für eine demokratische und sozial gerechte Kultur ein, in der alle gesellschaftlichen Gruppen und sozialen Milieus ihre kulturelle Identität finden und ausdrücken können. Dies erfordert unseres Erachtens die explizite Einbindung all derjenigen, die auf Grund prekärer Lebensverhältnisse von exklusiven Kulturangeboten ausgeschlossen sind. Andererseits schließt unser Kulturkonzept auch diejenigen ein, die diese Gesellschaft kritisch sehen und auf ihre Veränderung drängen. Ein kulturelles Zentrum muss offen sein für die verschiedenen Entwürfe eines anderen, menschenwürdigen Lebens und emanzipatorische Perspektiven stärken.

Das RKK hingegen steht für eine Zwei-Klassen-Kultur, die die soziale Spaltung Regensburgs weiter verschärfen wird. Dem möchten wir ein Konzept entgegensetzen, das Menschen unterschiedlicher sozialer Herkünfte und kultureller Milieus verbindet. Wir wollen einen Ort schaffen, der sein Angebot auch am Bedarf derjenigen ausrichtet, die auf Grund von Armut, prekären Lebensverhältnissen, gesellschaftlicher Diskriminierung, hoher Arbeitsbelastung, Mangel an Privilegien und frei verfügbarer Lebenszeit, etc. von kommunalpolitischen Entscheidungsprozessen ausgeschlossen sind.

Die Gut- und Bessergestellten sind in der Stadtpolitik überproportional vertreten. Ihre Stimme hat Gewicht. Ihre Vorstellung von Kultur prägt das Konzept des RKK. Wir halten dagegen: Wir fordern ein Kulturzentrum für alle statt einem exklusiven Investorenbunker!

Die Linksjugend [’solid] lädt daher zur Diskussionsrunde ein:

Lasst uns darüber reden, was das derzeitig geplante RKK darstellt und wen oder was es repräsentiert. Lasst uns darüber nachdenken, was es stattdessen sein könnte, sein sollte und wie es dazu werden kann!